Fluthilfe in Bosnien

Globe-Missionare Heike und Gerson Witzlau arbeiten seit 2007 in Bosnien-Herzegowina. Heute berichten sie von ihrem Einsatz in der Flutregion Bosniens.

"Wir fuhren immer weiter an der Bosna entlang, flussabwärts nach Norden. Irgendwann wurde uns durch Stöcke, Abfall und Schlamm in den Bäumen und Sträuchern bewusst, dass das Flusswasser hier einen Meter über uns stand; während wir weiterfuhren, konnte ich das Gefühl nicht abschütteln, wir würden jetzt mitten durchs Wasser fahren. Noch öfter an diesem Tag kamen mir die Bilder, die ich sah, surreal vor. Da war kein Raster vorhanden, in die das Gesehene fallen konnte. Immer wieder dachte ich: Das gibt es doch nicht! Das kann nicht wahr sein!

Immer wieder dachte ich: Das gibt es doch nicht! Das kann nicht wahr sein!

Fluthilfe Bosnien 2Da war die große, moderne Holzbrücke aus Zavidovići, die nach 20 km Treiben auf der Bosna in Maglaj an einem Haus hängen blieb. Die Stämme von Baumriesen, in den Vorgärten mitten in der Stadt. Da war der alte Mann, der auf einer Fensterbank das einzige Private trocknete, was ihm geblieben war: Einen Kuran und ein gerahmtes Foto, er mit seiner Frau, in jungen Jahren. Da ist der Hausrat einer ganzen Stadt, Betten, Sofas, Fußböden, Fußbodenbeläge, Schränke, Türen, Fenster, Bücher, Computer, Waschmaschinen, Fernseher, Kleider, vermischt mit Schlamm, zu Gebirgszügen durch die ganze Stadt aufgetürmt.

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