2. Dezember - Internationaler Tag für die Abschaffung der Sklaverei

Das Loch der Knechtschaft

Loch der KnechtschaftMosambik-Missionare Jan und Kia Rößler schickten uns in ihrem letzten Rundbrief ein Foto von einem fünf Meter tiefen Loch, das die Bevölkerung vor Ort für ein altes Sklavengefängnis hält. Der Sklavenhandel, der angeblich noch bis 1975 andauerte, ist dort längst kein vergessenes Thema.

So schreibt Jan Rößler: „Auch heute noch reißt das Wort Sklaverei bei den Mosambikanern alte Wunden auf. Wenn man z.B. biblische Geschichten erzählt, in denen Sklaven vorkommen, wirddieses Thema sofort zum Gesprächsmittelpunkt und die Menschen wollen wissen, ob es auch in Europa Sklaverei gibt oder gab.“

Die Frage ist berechtigt. Menschenrechtler, darunter beispielsweise die gemeinnützige Organisation Walk Free, schätzen, dass heute knapp 30 Millionen Menschen in Sklaverei leben. Auch in Europa leben Menschen in der Gewalt von Kriminellen und sind anderen Formen der modernen Sklaverei ausgesetzt.

Jesus selbst war ein Botschafter unter geknechteten Menschen. Er sah ihre Verängstigung, ihre Hilflosigkeit, ihre Unfreiheit – und als er die Menschenmengen in ihrer Verlorenheit sah, sagte er seinen Jüngern: „Die Erntefelder sind reif zur Ernte“, also bereit, Gottes freisetzende Botschaft zu empfangen. Was führt uns als Christen deutlicher die reale Not seelisch-geistlicher Knechtschaft vor Augen als die Tatsache, dass heute überall auf der Welt Millionen von Menschen in Sklaverei leben?

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